Die Divisionen.

Division Systeme für Schienenfahrzeuge

Der Auftragseingang in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um -0,4 % von € 3.485,1 Mio. auf € 3.470,7 Mio. Hierbei konnten Zuwächse in den Regionen Europa und Nordamerika die rückläufige Nachfrage aus der Region Asien/Pazifik nicht vollumfänglich kompensieren, welche sich insbesondere im chinesischen Geschäft spürbar auswirkte. Der Auftragsbestand hingegen lag, aufgrund der positiven Auftragslage insbesondere im zweiten Halbjahr 2021, zum 31. Dezember 2021 mit € 3.875,1 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 3.721,4 Mio.

Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge verzeichnete einen leichten Rückgang im Umsatz um -0,6 % auf € 3.317,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ 3.336,8 Mio.). Dabei entfielen rund 54 % (Vorjahr: 55 %) des Umsatzes auf das OE-Geschäft und 46 % (Vorjahr: 45 %) des Umsatzes auf das Nachmarktgeschäft. Der leichte Umsatzrückgang war unter anderem Covid-19-bedingt und dabei auf ein rückläufiges OE-Volumen in allen Regionen, außer in Europa, zurückzuführen. In der Region Asien/Pazifik, hier vor allem in China, mussten im Bereich Hochgeschwindigkeitsverkehr und im Metro-Geschäft rückläufige Umsätze gegenüber Vorjahr verzeichnet werden. In der Region Nordamerika waren unter anderem der Bereich Regional & Commuter sowie das Fracht- und Metrogeschäft rückläufig. In der Region Europa konnten unter anderem deutliche Zuwächse im Hochgeschwindigkeitsverkehr und im Personenwagengeschäft, unter Vorjahr liegende Umsätze in den Bereichen Light-Rail-Vehicle und Regional & Commuter mehr als kompensieren. Die im Geschäftsjahr 2021 getätigte Akquisition der EVAC-Gruppe trug im Bereich Schienenfahrzeuge einen Umsatz in Höhe von € 31,2 Mio. bei.

Das operative EBIT der Division Systeme für Schienenfahrzeuge entwickelte sich in 2021 volumen- und mixbedingt um -6,6 % auf € 594,7 Mio. (Vorjahr: € 636,6 Mio.) rückläufig. Die operative EBIT-Marge lag mit 17,9 % vom Umsatz moderat unter dem Vorjahresniveau von 19,1 %. Hierbei wurden gegenüber dem ausgewiesenem EBIT von € 583,5 Mio. die beiden genannten Restrukturierungsaufwendungen in Nordamerika (€ 3,2 Mio.) sowie im Rahmen der Kiepe (€ 8,0 Mio.) bereinigt. Im Vorjahr gab es keine entsprechenden Sachverhalte, die zu einer Bereinigung geführt haben. Die Division profitierte im Geschäftsjahr unter anderem von dem im Vorjahr bereits eingeleiteten Kostensenkungsprogramm, welches stabilisierend wirkte.

Auch das operative EBITDA, bereinigt um die genannten Restrukturierungsaufwendungen, der Division Systeme für Schienenfahrzeuge sank volumen- und mixbedingt um -5,1 % auf € 725,4 Mio. (Vorjahr: € 764,2 Mio.) und führte zu einer operativen EBITDA-Marge vom Umsatz in Höhe von 21,9 %, welche damit moderat unter dem Vorjahresniveau mit 22,9 % lag.

Die Investitionen der Division Systeme für Schienenfahrzeuge in Höhe von € 118,7 Mio. in 2021 (Vorjahr: € 109,0 Mio.) flossen vor allem in Kapazitätserweiterungen von wachstumsstarken Produktgruppen, Automatisierungsprojekte sowie darüber hinaus in Ersatzinvestitionen. Die Abschreibungen lagen mit € 130,7 Mio. leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: € 127,7 Mio.).

Die F&E-Kosten beliefen sich in 2021 auf € 211,1 Mio. und erhöhten sich damit moderat um € 8,5 Mio. oder 4,2 % gegenüber dem Vorjahr (€ 202,6 Mio.). Gegenüber dem Vorjahr (6,1 %) erhöhte sich die F&E-Quote auf 6,4 % vom Umsatz. Die Entwicklungsaktivitäten konzentrierten sich weiterhin auf Lösungen zur Erhöhung der Verkehrsleistung, Umweltverträglichkeit, Verfügbarkeit, Lebenszyklusmanagement sowie Digitalisierung.

Die Division Systeme für Schienenzeuge beschäftigte zum 31.12.2021 16.308 Mitarbeiter und lag damit um 234 Mitarbeiter über dem Vorjahresniveau von 16.074 Mitarbeiter (inkl. Personalleasing). Dies war neben der Akquisition der EVAC-Gruppe mit 230 Mitarbeiter, auch auf einen strategischen Aufbau für zukunftsbezogene Themen (unter anderem im Bereich F&E) zurückzuführen.

KENNZAHLEN DIVISION SYSTEME FÜR SCHIENENFAHRZEUGE

in Mio. € 2021 2020
Auftragseingang 3.470,7 3.485,1
Auftragsbestand (31.12.) 3.875,1 3.721,4
Umsatz 3.317,0 3.336,8
EBITDA 714,2 764,2
EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) 21,5 % 22,9 %
EBITDA-Marge operativ
(in % vom Umsatz)
21,9 % 22,9 %
EBIT 583,5 636,6
EBIT-Marge (in % vom Umsatz) 17,6 % 19,1 %
EBIT-Marge operativ (in % vom Umsatz) 17,9 % 19,1 %
Investitionen
(vor IFRS 16 und Akquisitionen)
118,7 109,0
Abschreibungen 130,7 127,7
F&E-Kosten 211,1 202,6
Mitarbeiter
(per 31.12. inkl. Personalleasing)
16.308 16.074

Division Systeme für Nutzfahrzeuge

Bei der Division Systeme für Nutzfahrzeuge konnte im Geschäftsjahr 2021 ein signifikanter Zuwachs im Auftragseingang um 29,2 % auf € 3.818,0 Mio. (Vorjahr: € 2.954,2 Mio.) verbucht werden. Diese positive Entwicklung war dabei auf eine weltweite Markterholung zurückzuführen, von der alle Regionen profitieren konnten, und vor allem das erste Halbjahr 2021 prägten. Anhaltende Lieferengpässe in der gesamten Nutzfahrzeugindustrie führten im zweiten Halbjahr 2021 zu Verschiebungen und rückläufigen Auftragseingängen und betrafen vor allem die Region Nordamerika und China. Der insgesamt signifikante Zuwachs im Auftragseingang im Geschäftsjahr 2021 spiegelte sich auch im Auftragsbestand wider, welcher zum 31. Dezember 2021 um 33,7 % auf € 1.696,8 Mio. gegenüber Vorjahr (€ 1.269,0 Mio.) zulegen konnte und ein neues Rekordniveau erreichte.

Der Umsatz stieg deutlich um 20,2 % auf € 3.390,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 2.819,4 Mio.). Dieser Anstieg resultierte vor allem aus einer weltweit gestiegenen Lkw-Produktion und damit verbundenen deutlichen OE-Umsatzzuwächsen als auch deutlichen Zuwächsen im Nachmarkt. Von dieser Entwicklung konnten alle Regionen, allem voran die Kernmärkte Nordamerika und Europa, profitieren. Der Anteil am Gesamtumsatz des Segments im Bereich OE-Kunden stieg um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr an. Infolge dieser kräftigeren Zuwächse im OE-Geschäft entwickelte sich der Nachmarktanteil am Gesamtumsatz, trotz absolut gestiegener Nachmarktumsätze, von 26,7 % im Vergleich zum Vorjahr (27,1 %) leicht rückläufig.

Das operative als auch ausgewiesene EBIT verzeichnete im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge in 2021 einen sehr signifikanten Anstieg um € 126,0 Mio. bzw. 53,6 % auf € 361,1 Mio. (Vorjahr: € 235,1 Mio.). Die operative als auch ausgewiesene EBIT-Marge konnte gegenüber Vorjahr (8,3 %) um 240 Basispunkte auf 10,7 % zulegen. Dies war neben dem deutlich erhöhten Umsatzvolumen, auch auf die konsequente Fortführung der eingeleiteten Kostenmaßnahmen zurückzuführen. Dies stellt eine deutliche Verbesserung der Profitabilität, trotz erhöhter Fracht- und Beschaffungskosten im Rahmen der Halbleiterknappheit und anderer Komponenten, dar.

Auch beim operativen sowie berichteten EBITDA konnte ein signifikanter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 31,3 % auf € 500,6 Mio. verzeichnet werden. Die damit erzielte EBITDA-Marge von 14,8 % vom Umsatz lag deutlich über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 13,5 %.

Die Investitionen der Division Systeme für Nutzfahrzeuge erhöhten sich 2021 gegenüber dem Vorjahr um € 24,1 Mio. auf € 234,1 Mio. Wesentliche Investitionen flossen wie im Vorjahr in die weltweite Bereitstellung von Lieferantenwerkzeugen. Darüber hinaus fielen Investitionen im Rahmen unserer Produktplattform GSBC sowie für die Integration von R. H. Sheppard an. Die Abschreibungen der Division Systeme für Nutzfahrzeuge lagen bei € 139,5 Mio. und damit um € 6,6 Mio. unter dem Vorjahr (€ 146,1 Mio.).

Die F&E-Kosten der Division stiegen im Geschäftsjahr 2021 auf € 220,3 Mio. (Vorjahr: € 194,0 Mio.), unter anderem aufgrund der intensivierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich ADAS/HAD und Lenkung. Infolge des überproportionalen Umsatzanstiegs sank, trotz absolut gestiegener F&E-Kosten, die F&E-Quote von 6,9 % im Vorjahr auf 6,5 % in 2021. Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich auf die Megatrends Verkehrssicherheit, Automatisiertes Fahren, Emissionsreduzierung und E-Mobilität sowie Konnektivität.

Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge beschäftigte zum 31. Dezember 2021 13.459 Mitarbeiter (Vorjahr: 12.871) und damit 588 Mitarbeiter bzw. 4,6 % mehr als zum 31. Dezember 2020. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem deutlich erhöhten Umsatzvolumen und war insbesondere auf den Bereich der Produktion zurückzuführen.

KENNZAHLEN DIVISION SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE

in Mio. € 2021 2020
Auftragseingang 3.818,0 2.954,2
Auftragsbestand (31.12.) 1.696,8 1.269,0
Umsatz 3.390,2 2.819,4
EBITDA 500,6 381,2
EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) 14,8 % 13,5 %
EBITDA-Marge operativ
(in % vom Umsatz)
14,8 % 13,5 %
EBIT 361,1 235,1
EBIT-Marge (in % vom Umsatz) 10,7 % 8,3 %
EBIT-Marge operativ (in % vom Umsatz) 10,7 % 8,3 %
Investitionen
(vor IFRS 16 und Akquisitionen)
234,1 210,1
Abschreibungen 139,5 146,1
F&E-Kosten 220,3 194,0
Mitarbeiter
(per 31.12. inkl. Personalleasing)
13.459 12.871